Kakaozeremonie – meine Erfahrung und eine kritische Reflexion
- Joachim Fischer
- 31. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Dez. 2025
Meine Kakaozeremonie-Erfahrung war unerwartet: Statt Herzöffnung spürte ich Schwere und Unwohlsein. Eine kritische Reflexion über Spiritualität, Ausbeutung und bewussten Konsum.
Meine Erfahrung mit einer Kakaozeremonie
Vor einigen Wochen nahm ich voller Erwartung an einer Kakaozeremonie teil. Ich hatte gehofft, eine tiefgehende, herzöffnende Erfahrung zu machen – so wie es in vielen Berichten beschrieben wird. Stattdessen erlebte ich etwas ganz anderes: energetische Schwere, inneres Unbehagen und körperliche Reaktionen wie plötzliche Hitze und Schweißausbrüche.
Bereits nach den ersten Schlucken Kakao spürte ich eine Blockade in meinem Herzchakra, fast wie eine unsichtbare Mauer. Das war irritierend, denn eigentlich gilt Kakao in spirituellen Kreisen als „Pflanze des Herzens“. Doch für mich eröffnete sich in diesem Moment eine völlig andere Perspektive.
Kakaozeremonie Kritik – der Schmerz hinter dem Kakao
In dieser intensiven Situation kam mir eine Erkenntnis: Ich spürte nicht nur meinen eigenen Schmerz, sondern auch den, der mit der Kakao-Produktion verbunden ist. Bilder tauchten auf – Plantagen, harte Erntearbeit, Menschen, die unter sklavenähnlichen Bedingungen Kakao für die Weltmärkte pflücken.
Plötzlich wurde mir klar: Während wir im Westen Kakao romantisieren und ihn in spirituellen Zeremonien nutzen, ist seine Herstellung oft von Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung geprägt.
Die Schattenseiten der Kakaoindustrie
Kakao wird gerne als „Medizin des Herzens“ oder „Tor zur Spiritualität“ gefeiert. Doch hinter diesem Bild steht ein System, das vielfach auf Menschenrechtsverletzungen basiert. Eine eindrucksvolle Reportage des Weltspiegels zeigt genau das:
Die Reportage beleuchtet eindrucksvoll, wie bitter die Realität hinter der süßen Bohne wirklich ist – und wie sehr spirituelle Romantik und globale Ausbeutung miteinander verknüpft sind.
Fazit: Bewusstsein statt nur Zeremonie
Meine Kakaozeremonie-Erfahrung hat mich gelehrt: Spirituelle Praktiken können nur dann authentisch sein, wenn wir auch die Herkunft und die Bedingungen der Produkte reflektieren.
Die entscheidende Frage lautet also:👉 Können wir wirklich nach spirituellen Erfahrungen suchen, wenn sie auf Leid und Ausbeutung basieren?
Vielleicht liegt die wahre Zeremonie darin, bewusster zu konsumieren, nachhaltige und faire Produkte zu wählen – und die Stimmen der Menschen zu hören, die hinter all dem stehen.
👉 Frage: Hast du selbst schon eine Kakaozeremonie erlebt? Wie bist du damit umgegangen?




Da hast Du Recht, lieblos angebaute Produkte haben natürlich auch eine lieblose Energie. Danke für den Blickwinkel