top of page

Die Geburt der Umbanda: Was uns die Tradition über Schamanismus lehrt.

mail16279
3. Sept.
2 Min. Lesezeit
Ausräuchern mit Kräutern und Pfeife zur energetischen Reinigung

Die Geburt der Umbanda: Was uns die Tradition über Schamanismus lehrt


Die Geschichte der Umbanda erzählt von einem energetischen Wendepunkt. Sie zeigt uns, wo echte spirituelle Weisheit zu finden ist: Nicht in akademischen Rängen oder elitärer Hierarchie, sondern in der tiefen Verbundenheit mit der Natur, den Ahnen und den Demütigen. Der Umbanda Schamanismus verbindet alte Erdweisheit mit praktischer Geistarbeit.

Der Funke im Jahr 1908: Wenn das System die Naturgeister ablehnt


Im November 1908 litt der 17-jährige Zélio Fernandino de Moraes im brasilianischen Niterói unter merkwürdigen, tranceartigen Zuständen. Da die Schulmedizin ratlos war, brachte seine Familie ihn zu einer spiritistischen Sitzung der damaligen Oberschicht.

Dort geschah etwas, das die Anwesenden erschütterte: Verschiedene Medien fielen in Trance. Es manifestierten sich Geister, die sich als indigene Ureinwohner (Caboclos) und als verstorbene afrikanische Sklaven (Pretos Velhos) zu erkennen gaben.

Die Sitzungsleitung wies diese Wesenheiten empört zurück. Sie hielt sie aufgrund ihrer Herkunft für „geistig rückständig“ und nicht würdig für den gehobenen Zirkel.

In diesem Moment übernahm eine kraftvolle Präsenz das Wort durch den jungen Zélio: der Caboclo das Sete Encruzilhadas (Caboclo der Sieben Kreuzungen). Er stellte die entscheidende Frage nach der Gleichheit aller Seelen vor Gott und kündigte für den 16. November 1908 die Geburt einer neuen Tradition an: der Umbanda.


Umbanda Schamanismus: Die Philosophie hinter den Ahnen- und Naturgeistern

Die Kernbotschaft der Umbanda war von Beginn an revolutionär und spiegelt die Essenz moderner Schamanie wider.

  • Die Führung der Unterdrückten: Genau jene Seelen, die von der Gesellschaft versklavt, vertrieben oder entwürdigt worden waren, kehrten als lichtvolle Lehrer und Heiler zurück. Die indigenen Waldgeister und die afrikanischen Ahnen wurden zu den tragenden Säulen der spirituellen Arbeit.

  • Gleichheit im Geist: Der Tod hebt alle irdischen Standesunterschiede auf. Spirituelle Entwicklung bemisst sich nicht nach Status oder Wissen, sondern nach der Reinheit des Herzens und der Bereitschaft zu dienen.

  • Nächstenliebe als Fundament: Die geistige Arbeit muss bedingungslos und ohne finanzielle Gegenleistung erfolgen. Das Medium versteht sich lediglich als reines Gefäß für die geistige Welt. Im Umbanda Schamanismus steht das uneigennützige Dienen im Vordergrund.


Die Werkzeuge der Praxis: Räucherwerk, Kräuter und Perlen

Der ursprüngliche Ritus der Umbanda verzichtete auf Prunk, Tieropfer oder aufwendige Roben. Stattdessen nutzte er die ureigenen Elemente der schamanischen Praxis:

  1. Pai Antônio und das Heilige Rauchwerk: Als sich der Ahnengeist Pai Antônio (ein alter Preto Velho) erstmals manifestierte, verlangte er nach einer einfachen Holzpfeife. Der Kräuterrauch dient bis heute als zentrales Werkzeug zur energetischen Reinigung (Defumação), um schwere Schwingungen zu transformieren.

  2. Pflanzenmedizin und Naturräume: Waschungen mit frischen Kräutern (Amacis) und die Ausrichtung auf die Schwingungen der freien Natur bildeten die energetische Basis für die Heilung von Körper und Geist.

  3. Verbindungsträger: Einfache Perlenketten (Guias) dienten als energetischer Schutz und Verankerung für die arbeitenden Geister.


Die Lehre für den schamanischen Pfad

Die Geschichte von Zélio und dem Caboclo der Sieben Kreuzungen erinnert daran, worauf es in der spirituellen Praxis ankommt:

  • Die Kraft des Gefäßes: Ein Medium oder Schamane ist nur so klar wie seine eigene Absicht. Ego, Machtstreben oder Geldgier trüben den Kanal zum Licht.

  • Die Weisheit der Ahnen: Die kraftvollste Medizin liegt oft in den Traditionen derjenigen, die im Einklang mit der Erde gelebt und gelitten haben.

  • Offene Wege: Das Prinzip der Kreuzung symbolisiert die Fähigkeit, Blockaden zu lösen und Verbindungen zwischen den Welten zu schaffen – frei von Dogmen und Vorurteilen.


  • https://www.thegermanshaman.com/die-orishas

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page